Feedback SchülerInnen
Zurück Druckbare Version Diese Seite weiterleiten

« Die Bauern im Süden brauchen Geld, damit sie überleben können. Das Geld verdienen sie, indem sie ihre Waren zu einem guten Preis verkaufen. Aber die Zwischenhändler kaufen die Ware so billig ein, dass die Bauern immer mehr arbeiten müssen, um überhaupt noch genug zu verdienen. Die Zwischenhändler verkaufen dann die Ware in den Norden, und dies zu hohen Preisen. Das grosse Geschäft machen sie, nicht die fleissigen Bauern.
Gerechter Handel geht davon aus, dass die Menschen im Süden und im Norden gleich viel wert sind, und dass das Geld gerecht verteilt werden soll.
Wir haben uns entschlossen, einen Stand am Quartierfest zu machen, um den Leuten begreiflich zu machen, dass der heutige Handel ungerecht ist! Es gibt aber auch Läden, die gerecht handeln: claro und die meisten Bioläden. Auch Coop und Migros haben ein paar Gestelle mit gerechten Produkten.
Liebe QuartierbewohnerInnen, wir möchten Sie dazu bewegen, in Zukunft gerechte Produkte zu kaufen! »


Was ist fair Trade?

«Es ist gerechter Handel und gerecht zu handeln ist wichtig. Sie helfen den armen Bauern im Süden, wenn Sie fair einkaufen.
Ohne fair Trade würden Tausende von Menschen verhungern oder an schlimmen Krankheiten sterben.
Wir finden es nicht gut, dass Süd und Nord so grosse Geldunterschiede haben. Darum haben wir auch hier einen Fair Trade-Stand aufgebaut.»

«Wir haben heute über Kleider gesprochen. Wo kommen die Kleider her? Wer macht z.B. die Jeans? Wir haben erfahren, dass Frauen die Kleider in grossen Fabriken machen. In den Fabriken arbeiten sie fast immer 7 Tage pro Woche und manchmal sogar über die Nacht. Das Problem ist aber jetzt, dass die Frauen fast keinen Lohn erhalten. Ein Original-T-Shirt der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft kostet etwa 100 Franken. Die Näherin erhält davon aber nur 30 Rappen.
Und wir haben über die Erklärung von Bern gesprochen. Die EvB setzt sich dafür ein, dass es auf der Welt mehr Gerechtigkeit und Solidarität gibt und sie kämpft auch gegen die Armut.
Zuletzt haben wir noch über die Clean Clothes Compain gesprochen. Die CCC ist ein Netzwerk von Entwicklungs-, Konsumenten- und Frauenorganisationen, von Gewerkschaften, Weltläden, Forschungsstellen und Aktionsgruppen. In Europa stehen rund 300 Organisationen hinter der CCC, die Konsumentinnen und Konsumenten aufrufen, mit persönlichen Briefen an ihre bevorzugten Firmen zu gelangen, um die „sozialen Produktionsfehler“ der Kleider zu bemängeln.»
Marco (13)

«Wir haben das Preis/Arbeits-Verhältnis der Kleidernäherinnen durchgenommen. Es ist nicht gut, dass nur ein Fr. an die Näherin geht von Jeans, die 100Fr. kosten. Einerseits ist dies (dass die Jeans insgesamt 64'000 km zurücklegen) gut für die Menschen, die sie bearbeiten können. Aber es ist auch gestört, dass die Jeans von Kasachstan auf die Philippinen fliegen, danach wieder nach Polen u.s.w.»
Philipp (13)


zum Seitenanfang
Textilien aus der dritten Welt
«Das war das spannende Thema der anderen Gruppe mit der EVB. Bereits am Anfang des Tages wurden wir mit dem Unterschied der ersten, zweiten und dritten Welt konfrontiert. Ein paar von uns wurden, von den beiden Vertreterinnen der EVB an einen Tisch mit Getränk und Essen geboten. Der Rest sass mit dem Rücken zum Tisch und musste ruhig sein. Schnell fühlten wir uns benachteiligt. Genau das war der Zweck. Die erste Welt hat das sagen und die dritte Welt wird vernachlässigt. Danach schauten wir einen Film über eine Textilfabrik in Südostasien. Im Film geht es darum, dass die Mitarbeiterinnen unter widrigsten Umständen arbeiten müssen. Ihr Lohn ist klein. Von einem T-Shirt, das man für 100 Dollar kaufen kann, gehen gerade mal 13 Cent an die Arbeiterinnen. Wenn sie streiken würden, hätten sie den Job nicht mehr lange. Oder wenn die Firma eine Lieferung zu spät erstellt, wird sie sofort in ein anders Land verlegt und alle stehen auf der Strasse.
Im Anschluss starteten wir eine „Arena-Runde“ mit Rollen von verschiedenen Vertretern, die am Textilhandel beteiligt sind. Es stellte sich schnell heraus, dass alle Beteiligten einen Teil dazu beitragen müssen, um die Bedingungen zu verbessern. Die Chefs der Marken müssten mehr investieren und weniger auf sich schauen. Die Verkäufer müssten die Textilien teurer verkaufen, was dann aber uns Konsumenten nicht freuen würde. Damit kamen wir eben auf die Lösung, dass alle einen Teil zur Gerechtigkeit beitragen müssen. Schliesslich wollen wir ja, dass alle die gleiche Gerechtigkeit haben.»
Globaler Textilmarkt
Drei Schüler aus Marthalen haben ihre Meinungen zum globalen Textilmarkt auf Video aufgenommen.
Sehen Sie sich das Video an.
SchülerInnen schreiben an Sportartikelfirmen
«Wir haben etwas sehr Eindrückliches gehört, was uns auch ziemlich nachdenklich gemacht hat: Die Kleider Ihrer Marke werden zu erbärmlichen Arbeitsbedingungen produziert. Es hat uns sehr enttäuscht, denn wir schätzen eigentlich ihre Marke sehr. Nun wird es nicht mehr dasselbe sein, wenn man die Hintergründe kennt. Wir möchten gerne mit gutem Gewissen einkaufen können, aber das ist unter diesen Umständen nicht möglich.
Wir fordern Sie auf, sich an den Kodex der Clean Clothes Campaign zu halten, wenn Sie uns weiterhin zu Ihrer Kundschaft zählen wollen.
Es wäre schade, denn Ihre Artikel gefallen uns eigentlich gut!»


zum Seitenanfang


Jetzt buchen: EvB-Schulbesuche
Anmeldung Schulbesuche

Jetzt empfehlen: EvB-Schulbesuche
Weiterempfehlung Schulbesuche

Wir empfehlen zusätzlich