In Schweizer Schokolade steckt Kinderarbeit

(c) International Labour Rights Forum
Obwohl die Schweiz als Schokoladenland gilt, ist bei uns kaum bekannt, dass in vielen Schokoladesorten Kinderarbeit steckt.
70 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos kommt aus Westafrika. Kinderarbeit und Kindersklaverei sind auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste und Ghana gängig und werden von den Schokoladeherstellern seit Jahren bewusst in Kauf genommen. Auch Schweizer Schokoladefirmen gehören dazu. Eine im Oktober 2010 publizierte Studie der Tulane University zeigt, dass das Problem weiterhin besteht.
Im Mai 2010 haben wir die Befragung wiederholt. 10 von 18 Unternehmen haben unseren neuen Fragebogen beantwortet – im Gegensatz zu nur einer 2009 - und weitere vier haben zur Problematik Stellung genommen. Einige Firmen bemühen sich um soziale Verbesserungen und eine gerechtere Preisgestaltung. Andere Firmen verhalten sich seit jeher ignorant. Intransparente Beschaffungsketten für Kakao bleiben das grösste Hindernis, um die üblen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen zu bekämpfen.
Weil den Absichtserklärungen der Schokoladeindustrie keine Taten folgten, fordert die "10 Campaign" nun die Regierungen auf, rechtlich verbindliche Massnahmen zu ergreifen.
Die Firmenprofile 2010 der schweizerischen Schokoladehersteller sollen den Konsumierenden helfen, zwischen seriösem Engagement und Feigenblatt-Projekten zu unterscheiden.
70 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos kommt aus Westafrika. Kinderarbeit und Kindersklaverei sind auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste und Ghana gängig und werden von den Schokoladeherstellern seit Jahren bewusst in Kauf genommen. Auch Schweizer Schokoladefirmen gehören dazu. Eine im Oktober 2010 publizierte Studie der Tulane University zeigt, dass das Problem weiterhin besteht.
Nachgehakt bei den Firmen
Die EvB hat im Rahmen der Schoggikampagne im Jahr 2009 die 18 grossen Schweizer Schokoladefirmen gefragt, wie ihre Preis- und Beschaffungspolitik für Kakao strukturiert ist und was sie gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen unternehmen.Im Mai 2010 haben wir die Befragung wiederholt. 10 von 18 Unternehmen haben unseren neuen Fragebogen beantwortet – im Gegensatz zu nur einer 2009 - und weitere vier haben zur Problematik Stellung genommen. Einige Firmen bemühen sich um soziale Verbesserungen und eine gerechtere Preisgestaltung. Andere Firmen verhalten sich seit jeher ignorant. Intransparente Beschaffungsketten für Kakao bleiben das grösste Hindernis, um die üblen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen zu bekämpfen.
10 Campaign
Gemeinsam mit Partnerorganisationen lancierte die EvB im September 2011 die "10 Campaign". Vor zehn Jahren unterzeichneten die Kakaoproduzenten dieser Welt das Harkin-Engel-Protokoll, in dem sie sich verpflichteten, die schlimmsten Formen von Kinder- und Zwangsarbeit zu beseitigen. Leider hat die Kakaobranche versagt. In zehn Jahren wurde keines der selbst gesteckten Ziele erreicht.Weil den Absichtserklärungen der Schokoladeindustrie keine Taten folgten, fordert die "10 Campaign" nun die Regierungen auf, rechtlich verbindliche Massnahmen zu ergreifen.
Die EvB fordert
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Die Firmenprofile 2010 der schweizerischen Schokoladehersteller sollen den Konsumierenden helfen, zwischen seriösem Engagement und Feigenblatt-Projekten zu unterscheiden.



