Die Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz fahnden wiederum weltweit nach Unternehmen, deren soziale und/oder ökologische Geschäftspraktiken besonders zum Himmel schreien. Zu deren öffentlicher Ächtung brauchen wir sachdienliche Hinweise aus der konzernkritischen Zivilgesellschaft. Einsendeschluss ist der 20. September 2010.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August wurden Kalpona Akhter (siehe unten) vom Bangladesh Center for Workers Solidarity (BCWS) und Babul Akhter, Leiter der Bangladesh Garment and Industrial Workers Federation verhaftet. Die Polizei behauptet, beide hätten ArbeiterInnen zu Krawallen angestiftet. Vor zwei Wochen war es in Bangladesch zu wütenden Protesten gegen die unzureichende Anhebung der Mindestlohns gekommen.
Bangladesch: ArbeitsrechtlerInnen fürchten um ihre Sicherheit
Aus Bangladesch erreichen uns nach wie vor beunruhigende Neuigkeiten. Am 30. Juli 2010 wurden erneut Strafanzeigen gegen Angestellte des „Bangladesh Center for Workers Solidarity“ (BCWS) sowie gegen AnführerInnen der Arbeitsbewegung eingereicht, darunter auch gegen Kalpona Akhter. Die Menschen- und ArbeitsrechtlerInnen fürchten um ihre Sicherheit und halten sich daher zum Grossteil verborgen. Unterstützen Sie sie jetzt mit einem Brief an die bangladeschische Regierung!
Am 02. August startete unsere zehnwöchige Kampagne zum Thema Existenzlohn. Jede Woche werden auf der Kampagnen-Website neue Fashion-Labels veröffentlicht, die sich nicht zur Bezahlung eines Existenzlohnes verpflichten. Konsumierende können diesen Labels ein Protest-Video schicken und dabei von ihnen fordern, endlich einen Existenzlohn zu garantieren. Das Label mit den meisten Protesten zieht ein in die Protest-Top-Ten, der Chartbreaker wird am 09.10.2010 ermittelt.